montage_topblock_08_event_blue

Der Aha-Effekt als Motor

Wir lernen den ganzen Tag. Aber wir lehnen es ab, belehrt zu werden. Aus genau diesem Grund lässt ein Lehrfilm niemals durchblicken, dass es sich um einen Lehrfilm handelt.

Will man die ursprüngliche spielerische Neugier des Homo Ludens bedienen, dann provoziert man ihn mit Fakten, aus denen sich später eine Frage, ein Fachgebiet, ein Lösungsansatz, eine Methode, ein Programm herleitet. Nun geht es darum, die einzelnen Module des Problems zu untersuchen, neue Fragen zu generieren und detailliert zu beantworten.

Aufgrund der thematischen Last sind Lehrfilme eine Herausforderung für das Vermögen des Erzählers. Denn anders als im Klassenraum gibt es keine Autorität. Der Film kennt keine Strafen und kein Feedback durch die Schüler. Es zählt einzig der Kampf um die Neugier des Zuschauers.

Besonders schwer zu vermitteln sind abstrakte Operationen, für die es keinen analogen Vergleich in der Praxis gibt. Hier sind aufwendige 3D-Animationen oft die letzte Rettung, um das Unvorstellbare transparent zu machen.