Die Sprache des Filmes

Sprechen - Andeuten - Verbergen? Die Produktion eines Filmes setzt intensive Kommunikation über den Einsatz der »informellen Schichten« voraus. Wie erzählen wir was? Welche Nachrichten werden wir direkt platzieren? Und welche Botschaften verstecken wir indirekt in den Bildern?

Die Kommunikationstheorie lehrt uns, dass neben einer Sachinformation immer auch zusätzliche Informationen übermittelt werden, wie etwa die Selbstreferenz, die Beziehungsreferenz und der appellative Bestandteil. Ganz gleich, was wir sagen, wir erzählen immer etwas anderes nebenher. Manchmal gewollt, manchmal ungewollt. Welche Lehren ziehen wir daraus für die Gestaltung eines Filmes?

Drehbucharbeit setzt ganz bewusst auf verdeckte und offene Erzählweisen. In einem Imagefilm beispielsweise, der die solide Qualität einer Produktreihe auf die Unternehmenskultur zurückführen soll, würden die Botschaften in 4 Ebenen platziert:

1. Die Sachinformation (direkt)

 Schon gewusst? Wir haben eine neue Produktreihe!

2. Die Selbstreferenz (indirekt)

Es geht uns wirtschaftlich recht gut. Wir identifizieren uns mit unserer Arbeit. Unser hoher Anspruch an die Fertigungstechnologie fließt direkt in die Produktqualität ein. Wir können es uns leisten, Ihnen einen Blick hinter die Kulissen zu gestatten.

3. Die Beziehungsreferenz (direkt)

Sie als Kunde und somit Ihr Interesse an unseren Produkten, das sind die Grundlagen unseres Erfolges. Ihre Anregungen und Erfahrungen mit dem Produkt sind uns ebenso wichtig, wie die hauseigene Qualitätssicherung.

4. Der Appell (indirekt)

Unser Produkt wird Ihnen das Leben angenehmer und leichter machen, denn darin haben verschiedene technologische Herausforderungen eine Lösung gefunden. So verwandeln wir Qualität in einen lang anhaltenden, alltäglichen Komfort. Zögern Sie nicht, unser Produkt zu erwerben, denn Qualität ist preiswerter als Sparsamkeit am falschen Fleck.